Glenn Geffken
Stadt:
Berlin
Medium:
Malerei
Artist Statement
Zombies an den Wänden - oder wieso sieht die Neuen Abstraktion immer gleich aus? „Diese Künstler sind wie fleißige, kleine, postmoderne-Arbeiterbienen. Siewollen zurück in den Mutterleib und einfach anknüpfen an die guten, alten Zeiten des Suprematismus, Color-Field-Painting, Minimalismus, Post-Minimalismus, italienischer Arte-Povera, japanischer Mono-ha, Process-Art, modified action painting, alles nimmt immer Bezug auf Gestalten wie Polke, Richter, Warhol, Wool, Prince, Kippenberger, Albert Oehlen, Wade Guyton, Rudolf Stängel, Sergej Jensen, und Michael Krebber. (…) Diese Arbeiten sind Einrichtungs-freundlich, besonders in zeitgenössischen Apartments oder Häusern. Sie fühlen sich „geistreich“ an und sie sehen hip aus. Sammler fühlen sich sofort magisch angezogen und gleichzeitig offenbaren sie keinerlei tiefere Wahrheit, nirgendwo und nirgends. Sie alle sind in diesem fahlen Schattierungen aus Weiß gehalten; es sind unintuitive Anhäufungen die irgendein digitales Medium nachäffen; oder vielleicht was altbackenes; oder etwas morbides. Sie sind zugestopft mit selbstreflexiven Kommentaren zur Situation der Kunst, Nachhaltigkeit, appropiation, Prozessen-der-Abstraktion oder der Natur im allgemeinen. Diese Bilder benutzen ein immer ähnliches Vokabular aus Flecken, Klecksen, Sprühfarbe, Spritzern, Kringel, nahezu-einfarbigen-farb-feldern, Siebdrucktechniken oder Schablonen. (…) Die meisten Bilder des Zombie-Formalismus kommen im Hochformat. Maßgeschneidert für die digitale Weiterverbreitung und als JPG kompatibel auf jedem Endgerät. Es gibt keine Unterschiede mehr. Egal ob man vor dem Bild steht oder es sich auf dem Iphone,Ipad, Twitter, Tumblr, Pinterest oder Instagram anschaut. Sammler brauchen die Ausstellung nicht mal mehr besuchen, denn diese Arbeiten haben so wenig bis gar kein visuelle oder materielle Substanz. Sie haben keinerlei innere Harmonie und die Komposition ist schnell erfasst. Sie sehen und bekommen es schnell und dabei bleibt es. Es gibt keine komplexen Strukturen, die erst erfasst werden müssen; keine Überraschungen und keine störenden Ungereimtheiten. Sie sind absolut reibungsfrei. Gemacht für den Verkauf. Kunst als Bitcoin. (…) Dies ist keine Malerei sondern semantic Painterbation - für den salbungsvollen Auktionskatalog; oder wie kürzlich erwähnt, in Bezug auf das Werk eines jungen Künstlers, es sei „etablierte postmoderne Praxis“. (…) Ich muss zugeben, ich verabschue diese Arbeiten nicht. Ehrlich gesagt, ich mag sogar einige davon. Jerry Saltz http://www.vulture.com/2014/06/why-new-abstract-paintings-look-the-same.html#photo=1x00002
 
Portfolio
 
18-01 PM- MOTOROLA, Fine Art Print / Hahnem. 305g Ultra Smooth, gerahmt, 30 x 40 cm, 2014
Malerei
18-01 PM- MOTOROLA, Fine Art Print / Hahnem. 305g Ultra Smooth, gerahmt, 30 x 40 cm, 2014
Malerei
10-00 PM- MOTOROLA, Fine Art Print / Hahnem. 305g Ultra Smooth, gerahmt, 30 x 40 cm, 2014
Malerei